Kunst und Kultur

World Vision Ausstellung im Kölner Rathaus begeistert die Besucher und fordert zum Handeln auf

Kinder als Friedensboten - gegen Krieg und Gewalt

Fast einhundert Besucher kamen am 17.09.2013 in den Spanischen Bau, Lichthof, Rathausplatz, 50667 Köln im Rathaus zu Köln. An diesem Tag eröffnete

"World Vision Deutschland" in Zusammenarbeit mit der Stadt Köln die Austellung "Ich krieg dich - Kinder in bewaffneten Konflikten". Die Foto Austellung gastiert

noch dort bis zum 04.10.2013 zu den Öffnungszeiten Mo, Mi und Do: 08:00 -16:00, Di: 08:00 -18:00 und Fr: 08:00 - 12:00 Uhr. Der Eintritt ist frei. 

 

Handeln - anstatt weg sehen

Die Austellung wurde durch Manfred Wolf, Bürgermeister der Stadt Köln eröffnet. Zu sehen war diese bereits u. a. im Europäischen Parlament in Brüssel,

im Deutschen Bundestag und in der Vetretung bei den Vereinten Nationen in New York zu sehen. Als unabhäniges Kinderhilfswerk engagiert sich World Vision

seit vielen Jahren für die Friedensförderung und die zivile Konfliktbearbeitung. Aus unterschiedlichen Perspektiven zeigt diese Fotoausstellung eindrucksvoll, mit

welchen besonderen Herausforderungen die Kinder im Krieg konfrontiert werden und informiert über deren Lebenssituation. Besonders im Focus stehen hierbei die

Uganda, Afghanistan, der Libanon sowie die Demokratische Republik Kongo. Die Besucher werden im Rahmen dieser Ausstellung zum Handeln aufgefordert.


v. links  nach rechts
Manfred Wolf - Bürgermeister der Stadt Köln mit Christoph Waffenschmidt - Vorstandsvorsitzdender von World Vision Deutschland

 

Judy Bailey - Botschafterin mit Leib und Seele

Christoph Waffenschmidt , Vorstandsvorsitzdender von World Vision Deutschland e. V. übernahm im Anschluß an Bürgermeister Manfred Wolf die weitere

Einführung der Besucher in die Ausstellung, die musikalisch von der Musikerin, Mutter und World Vision Botschafterin Judy Bailey und ihrem Ehemann Michael begleitet wurde.

Sie setzt sich selber ebenfalls seit vielen Jahren für die Projekte von World Vision ein und sie berichtete in beeindruckener Art und Weise über ihre damit verbunden

Eindrücke so dass jeder einzelne Besucher das Gefühl hatte live mit dabei gewesen zu sein.


Judy Bailey - World Vision Botschafterin

 

Wenn aus Freunden Feinde werden und das Zuhause kein Zuhause mehr ist

Christoph Waffenschmidt, selber Familienvater einer sechsjährigen Tochter schildert von der Problematik und dem Trauma mit dem Kinder in Kriegsgebieten

zurecht kommen müssen und ergänzt: "obwohl wir Kriegsereignisse durch die Medien heutzutage fast live miterleben können, bleibt die Situation der Kinde oft

schwer vorstellbar".

 

Gestern noch Freunde - heute Feinde, gestern noch ein Spiel - heute plötzlich bitterer Ernst.

Unbegreiflich für Kinder warum von jetzt auf gleich alles anders ist und das Zuhause plötzlich kein Zuhause mehr ist und die Schulbücher gegen Waffen getauscht werden. Er erzählt "von der Problematik

ein geflohenes libanesisches Kind in Afghanistan Schulunterricht zu geben wegen der Sprachprobleme und wie afghanische Lehrer die meist selber Flüchtlinge sind,

sich dieser schweren Aufgabe annehmen. Und ergänzt: "meist sind diese Flüchtlingskinder ganz auf sich alleine gestellt" weil die Eltern - häufig selber- schwerst

traumatisiert sind von den Erlebnissen im Krieg und so keinerlei Unterstützung für die Kinder sein können. Die Erwachsenen ziehen sichn in ihre eigene Welt zurück und

die Kinder leiden meist den Rest ihres Lebens unter den Folgen des Erlebten.

 

 

 Gewagte Dinge tun - ein Held sein

 Die Ausstellung "ich krieg dich - Kinder in bewaffneten Konflikten" ist ein Angebot an Jugendliche und Erwachsene sich anhand von  Illustrationen und konkreten

 Schicksalen in die Situationen der Kinder in Kriegsgebieten hinein zu versetzen und Empathie für das leid der Kinder zu wecken.  "Hinsehen und handeln statt weg sehen"

 lautet das Motto. Hilfe, Schutz und Eigeninitative können zwar von der Politik eingefordert werden aber auch durch einzelne Projekte  direkt umgesetzt werden. Jeder kann

 handeln - und dazu erhält jeder Besucher anhand von Beispielen in der Ausstellung konkrete und konstruktive Anregungen wie er  selber aktiv werden kann.

 

Kinder als Friedensbote

World Vision setzt sich weltweit für das Recht der Kinder ein gewaltfrei aufzuwachsen und für die Föderung benachteiligtern Kinder. Im Rahmen langfristiger

Entwicklungsprojekte, durch Katastrophenhilfe und anwaltschaftliche Lobby - und Kampagnenarbeit engagiert sich das christliche Hilfswerk für Mädchen und Jungen

aus aller Welt mitb dem Ziel eine "Kultur des Friedens" zu entwickeln. Ekkehard Forberg World Vision Experte für Friedensförderung bringt den Einstatz für Frieden

auf den Punkt und erzählt mir "das die Friedensförderung in allen drei vorab genannten Arbeitsbereichen eine tragende Rolle spielt" so werden bereits in einigen

Ländern "Kinder als Friedensboten" ausgebildet. In anderen Ländern wieder rum findet ein Unterricht von Mädchen und Jungen in gemeinsamen Projekten statt,

unabhängig von ihrer ethnischen Herkunft oder Religion. Hierbei lernen sich die Kinder untereinander kennen aber auch Unterschiede zu respektieren und gemeinsame

Interessen zu entdecken. Denn nur so kann eine "Kultur des Friedens" entwickelt werden und alngfristig Bestand haben.

 

Die zivile Konfliktbearbeitung sollte im Interesse der Kinder eine starke aber vor allem gut informierte Lobby haben, die sich verstärkt für Ziele einsetzt wie z. B.

die stärkeren Kontrollen für Waffenhandel, besserer Schutz der Kinder gegen Gewalt und Mißbrauch durch bewaffnete Gruppen, frühzeitiges Handeln der Politik

mit klaren Entscheidungen wie mit Flüchtlingskindern und Waisen verfahren werden soll aber vor allem das Kinder stärker in den Focus rücken und man ihre

Ideen und Sichtweisen besser respektiert und berücksichtigt. Diese Punkte sollten in allen Bereichen der Friedensförderung berücksichtigt werden, denn nur so kann

sich langfristig für Kinder in Kriegsgebieten etwas ändern und positiv auf deren Entwicklung auswirken. Bis dahin ist es allerdings noch ein weiter Weg.

 

Dennoch bleibt zu hoffen das durch diese Ausstellung in jedem einzelnen Besucher etwas bewirkt werden kann so dass er oder sie zum handeln ermutigt werden, selber

 

etwas für den Weltfrieden und die Kinder dieser Welt zu tun.

 

Mitveranstalter dieser Ausstellung ist die Stadt Köln. Medienpartner dieser Ausstellung "ich krieg dich - Kinder in bewaffneten Konflikten" ist die Redaktion köln und mehr. Fotos und Text: Nadine Sprung